Leckeres Gemüse, frische Kräuter und bunte Schnittblumen aus eigenem Anbau - Gärtnern macht Spaß und ist gut für Körper und Seele. Besonders einfach und platzsparend funktioniert die Kultur von Schnittlauch, Paprika und Co. in einem Hochbeet, das den Pflanzen beste Wachstumsbedingungen bietet und dank seiner Höhe ein angenehmes Arbeiten ermöglicht. Mit etwas handwerklichem Geschick und den passenden Materialien lässt sich ein Hochbeet auch selbst bauen - günstig und ohne viel Aufwand. Wir zeigen Ihnen Schritt für Schritt, wie Ihr Hochbeet-DIY gelingt - von der Materialauswahl über den Aufbau bis hin zur richtigen Bepflanzung. So steht dem Gartenglück nichts mehr im Weg!
DIY-Hochbeet: Das sind die Vorteile

Momentan erlebt das Gärtnern im Hochbeet einen regelrechten Boom. Wir erklären, warum es sich lohnt, ein oder gleich mehrere Hochbeete selber zu bauen.
Rückenschonendes Arbeiten
Durch die erhöhte Bauweise entfällt das anstrengende Bücken bei der Gartenarbeit - Rücken und Gelenke werden geschont. Auf diese Weise können auch ältere Menschen und Menschen mit eingeschränkter Beweglichkeit problemlos gärtnern. Und auch Kinder lassen sich für Garten und Natur begeistern, wenn knackige Radieschen und süße Erdbeeren direkt auf Augenhöhe wachsen.
Ideale Anbaubedingungen
Im Hochbeet bekommen die Pflanzen mehr Sonne. Durch eine stärkere Sonneneinstrahlung erwärmt sich zudem die Erde im Frühjahr schneller und kühlt im Herbst langsamer ab. Dadurch verlängert sich die Vegetationsperiode.
Bei den Verrottungsprozessen im Beetinneren entsteht Wärme, weshalb die Erde im Hochbeet im Schnitt 5 °C wärmer ist als in herkömmlichen Beeten.
Schutz vor Unkraut und Schädlingen
Wegen der erhöhten Bauart gelangen weniger Unkrautsamen ins Beet und Unkräuter, die sich durch Wurzelausläufer vermehren, haben es schwerer, Fuß zu fassen.
Auch ungebetene Gäste wie Wildkaninchen oder Wühlmäuse kommen nicht mehr an die leckeren Salate. Am Beet hochkriechende Schnecken lassen sich absammeln, bevor sie Schaden anrichten.
Gute Drainage
Im Hochbeet kann das Wasser besser abfließen als in ebenerdigen Gartenbeeten. Staunässe wird damit verhindert.
Ein Hochbeet bietet maximale Flexibilität bei der Standortwahl. Sie möchten ein Hochbeet auf dem Balkon anlegen oder einen Innenhof begrünen? Kein Problem. Selbst auf versiegelten Flächen oder an Standorten mit schlechter Bodenqualität lassen sich mit einem Hochbeet die passenden Wuchsbedingungen für Gemüse, Obst und Blumen schaffen.
Hochbeet selber bauen
Darum lohnt es sich
Im Handel gibt es eine große Auswahl an Modellen aus unterschiedlichen Materialien in verschiedenen Größen. Wer kein fertiges Hochbeet kaufen möchte, kann sich ein individuelles Hochbeet selber bauen.
Ob groß oder klein, rund, rechteckig oder stufenförmig - beim Eigenbau können Sie das Beet ganz nach Ihren Wünschen entwerfen. Abmessungen und Design lassen sich leicht an Ihre persönlichen Vorlieben, die örtlichen Gegebenheiten und das Platzangebot anpassen.
Darüber hinaus haben Sie die komplette Freiheit bei der Wahl der Materialien und der Ausführung. Dadurch sind selbst gebaute Hochbeete oft langlebiger als Massenware aus dem Baumarkt.
Mit Ergänzungen wie Rankhilfen, Ablageflächen oder Aufbewahrungsmöglichkeiten entsteht ein maßgeschneidertes Hochbeet, das keine Wünsche offenlässt. Indem Sie Ihr Hochbeet selber bauen, können Sie außerdem Kosten sparen - vor allem, wenn Sie auf bereits vorhandenes Material zurückgreifen.
Nicht zuletzt macht es Freude, das eigene Hochbeet kreativ zu gestalten und in der nächsten Gartensaison die Früchte der eigenen Arbeit zu ernten.
Hochbeet-Bau: Welches Material ist geeignet?
Fertige Hochbeete sind meist aus Metall, Holz oder Kunststoff. Beim Selbstbau kommen am häufigsten Holz oder Stein zum Einsatz.
Hochbeet aus Stein: Stabil und langlebig
Gemauerte Hochbeete bestehen oft aus Betonsteinen oder gebrannten Ziegeln. Die ökologisch wertvollste Art, ein Hochbeet aus Stein selber zu bauen, ist jedoch das Mauern mit Natursteinen in Trockenbauweise. Dabei werden die Steine ohne Mörtel aufeinandergeschichtet. In den Zwischenräumen finden nützliche Insekten und Kleintiere wie Eidechsen einen Lebensraum. Naturstein besticht zudem mit seiner natürlichen Optik. Zu einer modernen Gartengestaltung passt ein Hochbeet aus Gabionen, mit Steinen gefüllten Metallgittern.
Allerdings erfordert der Bau eines Hochbeets aus Stein einiges an Muskelkraft und handwerklichem Know-how. Wegen des hohen Eigengewichts sind Hochbeete aus Stein für Dachgärten und Balkone aus Gründen der Statik weniger geeignet.
Hochbeet aus Holz: Natürlich und flexibel
Das wohl beliebteste Material für Hochbeete ist Holz. Holz ist ein nachhaltiger, nachwachsender Rohstoff, der sich leicht zuschneiden und verarbeiten lässt. Für die Wände des Hochbeets können Rundhölzer, Kanthölzer, Bohlen oder Holzdielen verwendet werden. Eine weitere Möglichkeit, ein hölzernes Hochbeet selber zu bauen, sind Paletten.
Hochbeet selber bauen aus Holz
Welche Holzarten sind geeignet?
Damit das Beet lange hält, sollte das Holz stabil und witterungsbeständig sein. Wir geben Ihnen einen Überblick über die Vor- und Nachteile der einzelnen Holzarten.
Lärche
Als härtestes heimisches Nadelholz wird Lärchenholz seit langem im Gartenbau eingesetzt. Sein hoher Harzgehalt macht es widerstandsfähig gegen Feuchtigkeit. Zudem ist Lärchenholz formstabil und verzieht sich auch bei anhaltender Nässe kaum. Ein Hochbeet aus Lärchenholz kann somit bis zu 15 Jahre halten. Mit der Zeit nimmt das Holz eine edle silbergraue Patina an. Lärche zählt zu den teureren Hölzern.
Douglasie
Douglasienholz zeichnet sich durch eine gute Witterungsbeständigkeit und eine ähnlich lange Haltbarkeit wie Lärche aus. Direkter Bodenkontakt sollte dennoch vermieden werden. Wegen des im Vergleich zu Lärche geringeren Harzgehalts empfiehlt es sich, das Holz mit einer Lasur zu behandeln.
Eiche
Eiche ist eines der härtesten einheimischen Hölzer. Ein Hauptvorteil von Eichenholz ist seine gute Widerstandsfähigkeit gegen Feuchtigkeit und Pilzbefall. Daher kann ein Hochbeet aus Eichenholz eine Lebensdauer von bis zu 20 Jahren erreichen. Allerdings ist das harte Eichenholz relativ teuer und schwer zu bearbeiten.
Robinie
Robinienholz überzeugt mit einer exzellenten Haltbarkeit von bis zu 20 Jahren und einer hervorragenden Resistenz gegen Schimmel und Schädlingsbefall. Robinie zählt ebenfalls zu den kostspieligeren Materialoptionen.
Kiefer und Fichte
Kiefer und Fichte gehören zu den weicheren Nadelhölzern und sind deshalb anfälliger für Fäulnis. Pluspunkte sind die unkomplizierte Verarbeitung und der niedrige Preis. Kiefer oder Fichte kommen daher vor allem infrage, wenn man ein Hochbeet günstig selber bauen möchte. Eine Kesseldruckimprägnierung erhöht die Witterungsbeständigkeit, jedoch können sich im Lauf der Zeit unerwünschte Stoffe aus der Imprägnierung lösen und in die Erde gelangen.
Insgesamt eignen sich Kiefer- und Fichtenholz aufgrund der vergleichsweise kurzen Haltbarkeit von 3 bis 5 Jahren am ehesten für kurzfristige Lösungen, bei denen ein günstiger Preis wichtiger ist als eine lange Lebensdauer.
Tipp: Geld sparen mit recycelten Materialien
Wer ein Hochbeet günstig selber bauen möchte, kann mit wiederverwendeten Materialien Geld sparen. Übrig gebliebene Terrassendielen, alte Mauersteine oder ausgediente Holzpaletten sind nicht nur eine kostengünstige Lösung für den Hochbeetbau, sondern helfen auch, wertvolle Ressourcen zu schonen.
Hochbeet schützen mit Fondaline Noppenbahnen

Damit Wind, Wetter und Erdfeuchtigkeit die Konstruktion nicht beschädigen, ist es ratsam, das Hochbeet mit einer Folie auszukleiden. Ideal hierfür sind Noppenfolien aus Kunststoff, wie sie auch beim Hausbau zum Abdichten des Mauerwerks eingesetzt werden.
Fondaline 400: Extrem strapazierfähig und robust
Die witterungsbeständige Fondaline 400 Noppenbahn ist nicht nur perfekt für den Grundmauerschutz geeignet, sondern auch auch für den Einsatz im Hochbeet. Die vielseitige Noppenbahn besteht aus Polyethylen hoher Dichte (HDPE), einem besonders hochwertigen und widerstandsfähigen Kunststoff. Dadurch leiten die Bahnen Wasser ab und bilden eine zuverlässige Sperre gegen Feuchtigkeit. Sie schützen somit die Konstruktion dauerhaft vor Schimmel, Fäulnis und Pilzbefall und bieten dank der druck- und reißfesten Kunststoffmembran Schutz vor Beschädigungen durch wuchernde Wurzeln oder spitze Steine. Selbst großer Hitze, eisigen Minusgraden und UV-Strahlung hält das verrottungsfreie Material problemlos stand.
Optimale Dämmung und Luftzirkulation
Die 8 mm hohen Noppen der Fondaline 400 Bahnen gewährleisten eine optimale Luftzirkulation und bilden zugleich eine isolierende Luftschicht, die zur Temperaturregulation beiträgt. Auf diese Weise bleibt der Boden im Sommer kühl und ist im Winter vor starkem Frost geschützt.
Flexible Maße und einfache Verlegung
Das 0,5 mm starke Material der Fondaline Noppenbahnen hat ein geringes Eigengewicht, sodass sich die Bahnen leicht transportieren und bequem verarbeiten lassen. Für maximale Flexibilität sind Fondaline 400 Noppenbahnen in unterschiedlichen Breiten erhältlich - so können Sie ohne unnötigen Verschnitt das passende Maß für Ihr Hochbeet wählen.
Sie möchten Ihr Hochbeet-Projekt in die Tat umsetzen? 🌱 Mit unserem Baumarktfinder finden Sie schnell und unkompliziert den nächstgelegenen Onduline-Vertriebspartner. Alternativ können Sie die Fondaline Noppenbahn auch direkt über Amazon bestellen – für einen einfachen und bequemen Einkauf!
Hochbeet bauen: Wann ist der beste Zeitpunkt?
Die beste Zeit, um ein Hochbeet zu bauen, ist der Herbst. Im Herbst fallen reichlich Pflanzenreste an, die zum Füllen des Beets genutzt werden können. Über den Winter haben die Mikroorganismen im Boden dann genug Zeit, das organische Material in fruchtbare Erde umzuwandeln.
Neben dem Herbst ist der Frühling ebenfalls eine gute Zeit für den Hochbeetbau. Nach der Fertigstellung kann dann gleich mit dem Pflanzen und Säen begonnen werden. Beachten Sie, dass die Erde in den ersten Wochen noch absacken kann - befüllen Sie das Beet deshalb etwas großzügiger.
Die richtige Hochbeet-Größe wählen
Wählen Sie die Abmessungen Ihres Hochbeets so, dass Sie die Mitte des Beets von beiden Längsseiten gut erreichen können. Bei frei stehenden Beeten gilt eine Breite von 120 bis 130 cm als Richtwert. Beete, die nur von einer Längsseite her zugänglich sind, sollten höchstens zwischen 60 und 90 cm breit sein.
Hinsichtlich der Länge können Sie sich ganz nach dem vorhandenen Platz richten. Längere Beete benötigen jedoch zusätzliche Pfosten zur Stabilisierung der Beetkonstruktion. Bei Hochbeeten bis zu 200 cm Länge genügen vier Eckpfosten. Bei längeren Hochbeeten sollten Sie alle 150 cm einen weiteren Stützpfosten einsetzen.
Für ein komfortables Arbeiten empfiehlt sich eine Höhe zwischen 70 und 90 cm. Hierbei können Sie die Beethöhe an Ihre Körpergröße anpassen. Wer es ganz genau wissen möchte, stellt sich aufrecht hin und winkelt die Arme um 90 Grad an. Messen Sie nun den Abstand vom Boden bis zu Ihren Handgelenken - so ermitteln Sie die passende Höhe.
Hochbeet selbst bauen
Wo finde ich eine Bauanleitung für ein Hochbeet?
Wer sich entscheidet, ein Hochbeet selber zu bauen und nach einer Anleitung als PDF sucht, findet im Internet zahlreiche Ressourcen - vom Hochbeet aus Holz bis zum gemauerten Hochbeet.
In der folgenden Anleitung zeigen wir Ihnen, wie sowohl DIY-Neulinge als auch erfahrene Heimwerker ein Hochbeet aus Holz selber bauen können - günstig und individuell.
Holz-Hochbeet selber bauen: Material- und Werkzeugliste
Materialien
Für ein selbst gebautes Hochbeet aus Holz benötigen Sie folgende Materialien. Die genaue Menge richtet sich nach den Abmessungen Ihres Beets:
- Terrassendielen aus Lärchen- oder Douglasienholz (28 mm) für die Seitenwände und den Abschlussrahmen
- Kantholzpfosten aus Lärche oder Douglasie (80 x 80 mm)
- Pflastersteine (Naturstein, Beton oder Klinker)
- Schotter (0/32 mm)
- Pflastersplitt (2/5 mm oder 4/8 mm)
- wasserdurchlässiges Unkrautvlies (optional)
- Kunststoff-Noppenbahn (0,5 mm; z. B. Fondaline 400 von Onduline)
- verzinkter Maschendraht (Maschenweite maximal 13 mm)
- verzinkter Bindedraht
- Senkkopf-Holzschrauben (vorzugsweise mit selbstschneidendem Gewinde); 4,5 x 50 mm
- verzinkte Stahlnägel 3 x 32 mm
- Montageknöpfe aus Kunststoff
Werkzeuge
Legen Sie außerdem die folgenden Werkzeuge bereit, um das Hochbeet zu bauen:
- Stichsäge oder Kappsäge
- Hammer
- Spaten
- Schaufel
- Handstampfer
- Vorschlaghammer
- Cuttermesser
- Wasserwaage
- Stift zum Anzeichnen
- Zollstock
- Drahtschere
- Kombizange
- Akkuschrauber
- Bohrmaschine mit 5 mm Holzbohrer zum Vorbohren der Löcher (optional)
- Tacker (optional)
- Tackerklammern oder U-Nägel
Wie baue ich ein Hochbeet aus Holz?
Schritt-für-Schritt-Anleitung
Ein Hochbeet aus Holz ist nicht nur praktisch, sondern auch ein echter Hingucker im Garten. Mit der richtigen Vorbereitung und unserer Schritt-für-Schritt-Anleitung gelingt der Bau ganz einfach – so können Sie schon bald Ihr eigenes Gemüse ernten!
Schritt 1: Untergrund vorbereiten
Markieren Sie mithilfe einer zwischen vier Holzpflöcken gespannten Schnur den Umriss des zukünftigen Beets. Entfernen Sie die Grasnarbe und ebnen Sie die Fläche bei Bedarf mit einer Schaufel ein. Die Grassoden beiseitelegen - sie dienen später als Füllung.
Schritt 2: Fundament herstellen
Für eine längere Haltbarkeit sollte die Holzkonstruktion keinen unmittelbaren Bodenkontakt haben. Daher empfiehlt sich ein Fundament aus Pflastersteinen. Wenn Sie auf ein Fundament verzichten, können Sie alternativ ein wasserdurchlässiges Unkrautvlies auf der Beetfläche auslegen. Diese Variante bietet aber nicht dieselbe Stabilität und denselben Witterungsschutz wie ein Steinfundament.
Für das Streifenfundament wird entlang der Richtschnur ein spatenbreiter, 20 bis 30 cm tiefer Graben ausgehoben. In diesen Graben kommt eine 10 cm hohe Drainageschicht aus Schotter. Verdichten Sie die Schotterschicht mit dem Handstampfer.
Als Nächstes wird auf den Schotter eine 2 bis 5 cm hohe Lage Pflastersplitt aufgebracht und mit einer Holzlatte eben abgezogen. Verlegen Sie die Pflastersteine im Splittbett. Setzen Sie die Steine dicht an dicht und sparen Sie jeweils eine ausreichend große Lücke für die Stützpfosten aus. Zum Schluss mit dem Gummihammer festklopfen und mit der Wasserwaage prüfen, ob die Pflasterfläche eben ist.
Schritt 3: Zuschnitt der Holzteile
Bevor Sie mit dem Zusammenbau beginnen, sollten Sie das Holz für das Hochbeet auf die passenden Maße zuschneiden. Dies erleichtert den Überblick und die Montage geht schneller von der Hand.
Schritt 4: Eckpfosten setzen
Schlagen Sie die Eckpfosten mit einem Gummi- oder Vorschlaghammer fest in den Boden. Die Länge der Pfosten richtet sich nach der Beethöhe. Achten Sie darauf, dass die Pfosten senkrecht im Lot stehen.
Schritt 5: Bretter für die Seitenwände montieren
Schrauben Sie ringsum die vier untersten Bretter der Seitenwände an die Stützpfosten. Kontrollieren Sie mit der Wasserwaage, ob die Bretter richtig ausgerichtet sind.
Falls Sie keine Schrauben mit selbstschneidendem Gewinde verwenden, sollten Sie die Schraublöcher mit einem 5 mm Holzbohrer vorbohren.
Schritt 6: Wühlmausschutz anbringen
Schneiden Sie das Wühlmausgitter mit der Drahtschere entsprechend der Beetfläche zu. Der Zuschnitt sollte so groß sein, dass er die gesamte Bodenfläche bedeckt und das Gitter an den Seiten jeweils um 10 bis 15 cm hochragt. Damit die Eckpfosten Platz haben, wird der Draht an den Ecken auf 10 bis 15 cm eingeschnitten.
Anschließend das Drahtgeflecht auf dem Boden des Hochbeets auslegen und die überstehenden Maschen seitlich hochbiegen. Werden mehrere Bahnen Drahtgeflecht benötigt, sollten sich die einzelnen Bahnen um mindestens 15 cm überlappen. Um zu verhindern, dass die wendigen Nager durch die Lücke schlüpfen, die Überlappung mit Draht fixieren.
Zum Schluss den Wühlmausschutz mithilfe eines Tackers oder mit U-Nägeln an den Seitenwänden befestigen.
Schritt 7: Restliche Bretter festschrauben
Schrauben Sie nun die übrigen Bretter an die Eckpfosten. Für eine gute Luftzirkulation sorgt ein Fugenabstand von 2 bis 3 mm zwischen den Bretterlagen.
Schritt 8: Hochbeet mit Folie auskleiden
Die Noppenbahn mit dem Cuttermesser auf die Beethöhe zuschneiden und jeweils 10 cm Überstand nach oben und unten lassen.
Schlagen Sie die Seitenwände des Hochbeets mit der Folie aus. Die Noppen müssen dabei nach außen zeigen. Achten Sie beim Aneinandersetzen mehrerer Bahnen auf eine Überlappung von mindestens 10 cm.
Tackern oder nageln Sie die Bahnen anschließend fest. Die beste Abdichtung sowie einen sicheren Halt erreichen Sie mit den korrosionsfreien Stahlnägeln und den passenden Kunststoff-Unterlegscheiben aus dem Onduline-Sortiment.
Schritt 9: Oberen Rahmen befestigen
Für einen sauberen, optisch ansprechenden Abschluss wird im letzten Schritt ein Abschlussrahmen angebracht. Hierfür schraubt man rundum Dielenbretter mit einem Überstand von jeweils 3 bis 4 cm auf die oberste Lattenreihe. Die Eckfugen können je nach Geschmack und handwerklichem Geschick als Gehrungsfuge im 45-Grad-Winkel oder als rechtwinklige Eckfuge ausgeführt werden.
Jetzt ist das Hochbeet fertig und kann befüllt werden!
Das Hochbeet befüllen
So geht's richtig
Um eine gute Nährstoffversorgung und eine ausreichende Belüftung der Wurzeln zu gewährleisten, setzt sich die Füllung eines Hochbeets in der Regel aus mehreren Schichten zusammen. Dazu lassen sich Grünabfälle und Schnittgut aus dem eigenen Garten nutzen.
1. Drainageschicht:
Die unterste Lage bildet eine 20 bis 30 cm hohe Belüftungs- und Drainageschicht aus grob zerkleinerten Ästen, Zweigen und Reisig.
2. Grobes Pflanzenmaterial:
Als Nächstes folgt eine 15 bis 20 cm dicke Schicht aus Laub, Grasschnitt und kleingehäckselten Pflanzenabfällen. Hier finden die beim Bau ausgehobenen, umgedrehten Grassoden ebenfalls Verwendung.
3. Grober Kompost:
Die dritte Schicht besteht aus einer 20 bis 30 cm dicken Lage aus halb verrottetem Kompost, den Sie für eine Extraportion Nährstoffe mit abgelagertem Pferdemist mischen können.
4. Feiner Kompost:
Eine etwa 10 cm dicke Schicht aus gut zersetztem Kompost liefert den Pflanzen die nötige Energie.
5. Pflanzsubstrat:
Zuletzt wird das Beet bis zum Rand mit Pflanzerde aufgefüllt.
Das Hochbeet anlegen
Tipps für die Bepflanzung
Wenn Sie Ihr Beet im Frühjahr anlegen, können Sie das Hochbeet gleich bepflanzen. Platzieren Sie höher wachsende Pflanzen wie Tomaten in der Mitte oder im hinteren Teil des Beets, damit die kleineren Beetnachbarn genügend Sonnenlicht abbekommen. Rankende Gemüsesorten wie Zucchini oder Kürbisse können Sie an den Rand setzen. Dies spart Platz und die Ranken können ungestört über den Beetrand nach unten wachsen.
Vor allem für wärmeliebende Pflanzen mit langer Kulturdauer wie Chilis, Paprika oder Auberginen ist der Anbau im Hochbeet ideal. Greifen Sie, wenn Sie das Hochbeet bepflanzen, am besten auf kompakt wachsende Züchtungen zurück. Busch- und Balkontomaten werden beispielsweise nur zwischen 50 und 100 cm hoch und passen somit optimal ins Hochbeet.
Da im Hochbeet dichter gepflanzt wird als im herkömmlichen Gartenbeet, sollten die Pflanznachbarn gut harmonieren. Achten Sie auf eine ausgewogene Mischung aus Starkzehrern sowie mittel- und schwachzehrenden Gemüsesorten.
Für einen hohen Ertrag auf kleinem Raum ist es sinnvoll, eine Hauptkultur mit verschiedenen Begleitkulturen zu kombinieren. Als Hauptkultur empfehlen sich Gemüsesorten mit einer langen Kulturdauer wie Kohl, Paprika oder Tomaten. Ergänzt werden diese Sorten durch schnell wachsende und früh erntereife Begleitkulturen wie Salate, Spinat, Mangold oder Radieschen.
Hülsenfrüchte wie Erbsen, Buschbohnen und Dicke Bohnen sammeln in ihren Wurzeln Stickstoff und düngen damit das Beet. Als hübschen Blickfang und Schutz vor Schnecken, Nematoden und anderen Schädlingen können Sie Tagetes in Ihr Hochbeet integrieren.
Hochbeete richtig pflegen
Da sich die Füllung des Hochbeets nach und nach zersetzt und die Erde dadurch absackt, sollten Sie immer zu Beginn der Gartensaison frische Erde auffüllen. Alle 4 bis 7 Jahre sollten Sie die Erde komplett austauschen, um eine gleichbleibend gute Nährstoffversorgung sicherzustellen.
Je nach Größe kann die Erde in Hochbeeten bei starker Hitze schneller austrocknen als in herkömmlichen Beeten. Für eine gleichmäßige, wassersparende Bewässerung sorgen Ollas, unglasierte Tongefäße, die in die Erde eingegraben und mit Wasser gefüllt werden. Durch die porösen Wände wird kontinuierlich Feuchtigkeit direkt in den Wurzelbereich der Pflanzen abgegeben. Ollas lassen sich auch kostengünstig aus zwei unglasierten tönernen Blumentöpfen bauen.
Eine Mulchschicht aus Stroh, getrocknetem Rasenschnitt, Laub oder unbehandelter Schafwolle spendet den Wurzeln Schatten, bewahrt die Erde vor dem Austrocknen und hemmt das Unkrautwachstum.
Schutz vor Schnecken bietet ein Schneckenband aus Kupfer, das entlang des Beetrands angebracht wird. Eine chemische Reaktion des Schneckenschleims mit dem Kupfer hält die ungebetenen Besucher fern.
Kreative Ideen für Ihr Hochbeet
Mit cleveren Ergänzungen und funktionalen Features holen Sie noch mehr aus Ihrem selbst gebauten Hochbeet heraus.
Ein Rahmen aus Kanthölzern ergibt zusammen mit einer Baustahlmatte eine Rankhilfe für Klettergemüse und Zierpflanzen.
Mit wenigen Handgriffen lässt sich aus einem Lattenrahmen und Gewächshausfolie oder transparenten Doppelstegplatten eine Hochbeet-Abdeckung selber bauen. So wird aus dem Hochbeet im Nu ein Frühbeet.
Eine integrierte Sitzbank lädt zu einer gemütlichen Verschnaufpause nach der Gartenarbeit ein. Praktisch sind auch Haken für kleinere Gartengeräte. Ein angebauter Klapptisch dient als Abstellfläche für kühle Getränke oder als Pflanztisch.
Fazit

Ob auf der Terrasse, dem Stadtbalkon oder im ländlichen Bauerngarten - das Gärtnern im Hochbeet hat viele Vorteile. Dabei ist der Bau eines Hochbeets nicht nur ein Projekt für DIY-Profis. Auch Heimwerker-Neulinge können sich mit unserer Anleitung ein maßgeschneidertes Hochbeet bauen. Ein Hochbeet selbst zu bauen ist nicht nur günstiger als der Kauf eines fertigen Hochbeets, sondern macht obendrein noch Spaß. Für eine lange Lebensdauer Ihres DIY-Hochbeets sorgen die Fondaline Noppenbahnen von Onduline.
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