Wellplatten sind eine Top-Wahl für jedes Gartenhausdach. Denn ob Bitumenwellplatten, PVC- oder PC-Lichtplatten – sie lassen viel Raum für Gestaltung und bieten gleichzeitig eine robuste Dachdeckung. Wir stellen Ihnen die verschiedenen Varianten der Wellplatten vor, erklären Ihnen die Vorteile sowie die Verlegung und warum Wellplatten auch für Ihr Gartenhaus eine sehr gute Option sind.
Was sind Wellplatten?
Wellplatten sind profilierte Dachplatten mit einer charakteristischen Wellenform. Durch ihre Form sind sie besonders stabil, leicht und in der Lage, Regenwasser zuverlässig abzuleiten. Sie werden seit Jahrzehnten für Dächer von Gartenhäusern, Carports, Geräteschuppen, Tierunterständen oder Holzlagern eingesetzt und bieten eine langlebige und vergleichsweise einfach zu montierende Dacheindeckung. Je nach Material unterscheiden sich Wellplatten in ihren Eigenschaften.
Die Materialien von Wellplatten: Bitumen, PC, PVC …
Wellplatten sind in unterschiedlichen Materialien erhältlich, die jeweils spezifische Vorteile mitbringen. Zu den bekanntesten Varianten zählen Bitumenwellplatten, PVC-Wellplatten und Polycarbonat-Wellplatten (PC). Darüber hinaus gibt es auch Ausführungen aus Faserzement, Acryl oder Metall, die je nach Anwendungsbereich zum Einsatz kommen.
Wellplatten aus Bitumen
Bitumenwellplatten bestehen aus mit Bitumen imprägnierten Fasern und überzeugen durch ihre hohe Widerstandsfähigkeit gegenüber Witterungseinflüssen. Sie sind korrosionsfrei, geräuscharm bei Regen und sehr langlebig. Gleichzeitig punkten sie mit einer ansprechenden Ästhetik. Durch unterschiedliche Geometrien mit verschiedener Wellenanzahl und -ausführung besteht noch mehr Möglichkeit zur individuellen Gestaltung. Insgesamt sind Bitumenwellplatten für alle Arten von Nebengebäuden, wie zum Beispiel Gartenhausdächer eine sehr gute Wahl.
Lichtplatten aus PVC oder PC
PVC-Lichtplatten sind leicht, preisgünstig und häufig transparent oder lichtdurchlässig erhältlich. Dadurch eignen sie sich beispielsweise für Gartenhäuser, bei denen im Inneren viel Licht gewünscht ist. Polycarbonat-Wellplatten bieten oft eine noch höhere Lichtdurchlässigkeit, wobei sie gleichzeitig deutlich schlagfester und widerstandsfähiger als PVC-Wellplatten sind. Allerdings liegen sie auch preislich etwas höher.
PVC- und PC-Lichtplatten kommen bei Gartenhäusern oft nur ergänzend zum Einsatz, um einen Lichtstreifen zu integrieren, der für ausreichend Tageslicht im Inneren sorgt. Je nach Nutzung kann ein vollständig transparentes Dach aber auch eine reizvolle Option sein.
Die Vorteile von Wellplatten fürs Gartenhausdach
Robust, langlebig und einfach zu verlegen
- Starke Ästhetik: Wellplatten bringen eine hochwertige Ästhetik fürs Gartenhaus, die Ihr Dach deutlich von häufigen Lösungen wie Bitumenbahnen oder -schindeln abhebt.
- Hohe Lebensdauer: Wellplatten punkten mit einer hohen Lebensdauer und sind deutlich robuster als viele Alternativen. Je nach Hersteller erhalten Sie hier auch lange Garantiezeiträume.
- Einfache Verlegung: Wellplatten lassen sich einfach verlegen und stehen in diesem Punkt den oft genutzten Bitumenbahnen oder -schindeln in nichts nach.
- Top Preis-Leistungs-Verhältnis: Insgesamt bieten Wellplatten ein attraktives Gesamtpaket aus Preis und Leistung. Sie erhalten eine langfristige und verlässliche Abdichtung für Ihr Gartenhaus, die gleichzeitig das Budget schont.
Für welche Gartenhausdächer eignen sich Wellplatten?
Ob Gartenhaus mit Satteldach, Walmdach oder Pultdach – Wellplatten lassen sich nahezu auf jeder Dachform montieren. Mit entsprechendem Zubehör sind Firste oder Wandanschlüsse problemlos umsetzbar.
Relevant ist vor allem die Dachneigung. Im Normalfall lassen sich Wellplatten ab mindestens 10 ° Dachneigung verlegen. Erst ab dieser Dachneigung ist gewährleistet, dass das Wasser verlässlich ablaufen kann.
Mit entsprechenden Zusatzmaßnahmen wie einer vollflächigen Schalung, einer vergrößerten Längsüberdeckung oder einer Unterkonstruktion mit Unterspannbahn lassen sich – je nach Projekt – auch Dachneigungen ab 7 ° realisieren.
Bei geringerer Dachneigung, wie sie bei Flachdächern zu finden ist, müssen Sie auf andere Dachdeckungen wie z. B. Bitumendachbahnen zurückgreifen.
Wellplatten auf dem Gartenhausdach in 7 Schritten verlegen
- Dachneigung berücksichtigen: Wellplatten lassen sich nicht auf Flachdächern verlegen. Zumeist ist eine Mindestdachneigung von 10 ° vorgesehen, da nur so eine sichere Wasserableitung garantiert werden kann. Prüfen Sie also unbedingt vorab, ob Wellplatten für Ihr Gartenhausdach in Frage kommen.
- Dachkonstruktion prüfen: Wellplatten lassen sich auf nahezu jeder Dachkonstruktion montieren. Ob vollflächige Schalung oder einfache Lattungen – dank der simplen Verlegung finden Wellplatten ihren Platz. Prüfen Sie vorab dennoch unbedingt, ob Wellplatten wirklich zu Ihrem Dach passen.
- Unterkonstruktion bauen (optional): Wenn das Dach besonders langlebig werden soll, kann es sich lohnen, eine Unterkonstruktion mit Unterspannbahn und Konterlattung zu verlegen. Dies ist allerdings bei einfachen Gartenhäusern im Normalfall nicht notwendig.
- Material / Zubehör besorgen: Kaufen Sie sich ausreichend Wellplatten und das vom Hersteller empfohlene Montagezubehör (Schrauben, Nägel, Wandanschlüsse, First …). Beachten Sie dabei unbedingt den Verschnitt.
- Gartenhausdach decken: Verlegen Sie nun die Wellplatten. Zumeist werden sie einfach verschraubt oder genagelt. Dabei gibt jeder Hersteller eine Reihenfolge der Befestigung vor. Darüber hinaus ist eine Überlappung der Wellplatten wichtig. Schrauben und Nägel dürfen zudem niemals in der wasserführenden Welle befestigt werden. Beachten Sie insgesamt unbedingt die Anleitung des Herstellers.
- Gartenhausdach prüfen und warten: Ist das Gartenhausdach mit Wellplatten gedeckt? Dann sollten Sie es während der nächsten Zeit beobachten, insbesondere nach dem ersten Regen. So können Sie prüfen, ob es wirklich dicht ist. Darüber hinaus sollten Sie es regelmäßig kontrollieren und einmal jährlich warten.
- Materialverschnitt entsorgen: Reststücke von Wellplatten werden im Normalfall einfach als gesonderter Müll gehandelt und sollten somit bei einer Deponie entsorgt werden.
Fazit: Wellplatten fürs Gartenhausdach – eine optimale Wahl
Wenn Sie eine starke Symbiose aus Ästhetik, Langlebigkeit und Preis-Leistung für Ihr Gartenhausdach suchen, liegen Sie mit Wellplatten genau richtig. Denn sie bieten nicht nur eine verlässliche und robuste Abdichtung, sie heben Ihr Gartenhaus auch optisch von den oft gewählten Bitumenbahnen oder -schindeln ab. Mit Wellplatten wird Ihr Gartenhausdach besonders – besonders dicht und ein besonderer Hingucker!
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